Bekanntmachung

Architektonische Neugestaltung des NS-Dokumentationszentrums Köln (Umbau + Innenräume + Treppenhaus) 2026-0007-4520-1





Vertragspartei und Dienstleister
BeschafferOffizielle Bezeichnung: Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen
Identifikationsnummer: 07999
Internet-Adresse (URL): https://www.stadt-koeln.de
Postanschrift: Stadthaus Deutz - Ostgebäude, Willy-Brandt-Platz 3
Postleitzahl / Ort: 50679 Köln
NUTS-3-Code: DEA23
Land: Deutschland
E-Mail: Submissionsdienst-Vergabe@stadt-koeln.de
Telefon: +49 22122124789
Fax: +49 22122123011
Art des öffentlichen Auftraggebers: Kommunalbehörden
Haupttätigkeiten des öffentlichen Auftraggebers: Allgemeine öffentliche Verwaltung
Beschafferprofil (URL): https://www.stadt-koeln.de
 Federführendes Mitglied: Ja
Zentrale Beschaffungsstelle, die öffentliche Aufträge oder Rahmenvereinbarungen im Zusammenhang mit für andere Beschaffer bestimmten Bauleistungen, Lieferungen oder Dienstleistungen vergibt/abschließt: Nein
Zentrale Beschaffungsstelle, die für andere Beschaffer bestimmte Lieferungen und/oder Dienstleistungen erwirbt: Nein
Verfahren
Zweck  
RechtsgrundlageRichtlinie 2014/24/EU
BeschreibungInterne Kennung: 2026-0007-4520-1
Titel: Architektonische Neugestaltung des NS-Dokumentationszentrums Köln (Umbau + Innenräume + Treppenhaus)
Beschreibung: Planung neuer Service- und Publikumsflächen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln im Gebäudeteil Appellhofplatz 21
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Umfang der Auftragsvergabe  
Hauptklassifizierung (CPV-Code)  
 CPV-Code Hauptteil: 71240000-2
 Weitere CPV-Code Hauptteile: 71221000-3
ErfüllungsortPostanschrift: Appellhofplatz 23-25
Postleitzahl / Ort: 50667 Köln
NUTS-3-Code: DEA23
Land: Deutschland
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots  
Grundlage für den AusschlussBekanntmachung
Ausschlussgründe
Grund: Mit Insolvenz vergleichbares Verfahren
Beschreibung:

Grund: Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung und Bestechung
Beschreibung:

Grund: Bildung krimineller Vereinigungen
Beschreibung:

Grund: Wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen
Beschreibung:

Grund: Verstöße gegen umweltrechtliche Verpflichtungen
Beschreibung:

Grund: Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung
Beschreibung:

Grund: Betrug oder Subventionsbetrug
Beschreibung:

Grund: Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit oder Ausbeutung
Beschreibung:

Grund: Zahlungsunfähigkeit
Beschreibung:

Grund: Verstöße gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen
Beschreibung:

Grund: Insolvenz
Beschreibung:

Grund: Täuschung oder unzulässige Beeinflussung des Vergabeverfahrens
Beschreibung:

Grund: Interessenkonflikt
Beschreibung:

Grund: Wettbewerbsverzerrung wegen Vorbefassung
Beschreibung:

Grund: Schwere Verfehlung
Beschreibung:

Grund: Mangelhafte Erfüllung eines früheren öffentlichen Auftrags
Beschreibung:

Grund: Verstöße gegen sozialrechtliche Verpflichtungen
Beschreibung:

Grund: Verstöße gegen Verpflichtungen zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen
Beschreibung:

Grund: Einstellung der beruflichen Tätigkeit
Beschreibung:

Grund: Verstöße gegen Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern oder Abgaben
Beschreibung:

Grund: Bildung terroristischer Vereinigungen
Beschreibung:
Grenzübergreifende Rechtsvorschriften  
Einzelheiten zum Verfahrenstyp  
VerfahrensartVerfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
Zusätzliche InformationenZusätzliche Informationen: Die Angebotsöffnung ist nicht öffentlich. Im Bereich "Information über die öffentliche Öffnung, Datum der Angebotsöffnung (BT-132)" muss aufgrund einer Vorgabe der Europäischen Union ein Datum eingetragen werden. Es dient ausschließlich als Information über den Angebotsöffnungstermin.
Beschaffungsinformationen (allgemein)
Vergabeverfahren  
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren (Vorinformation, ...)  
Bedingungen der AuktionEs wird eine elektronische Auktion durchgeführt: Nein
AuftragsvergabeverfahrenRahmenvereinbarung geschlossen: Keine Rahmenvereinbarung
 Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem: Kein dynamisches Beschaffungssystem
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots  
Quelle der EignungskriterienBekanntmachung
Eignungskriterien
Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung: Benennung von zwei Referenzprojekten aus den letzten 10 Jahren, die hinsichtlich Art und Umfang mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind:
o Neugestaltung von Museums- oder Ausstellungsflächen, inklusive Planung von Umbauten im denkmalgeschützten Bestand, oder
o Planungen sonstiger Kulturbauten mit hohen gestalterischen, denkmalpflegerischen und funktionalen Anforderungen (Angabe von Projektbeschreibung, Auftraggeber, Zeitraum, Leistungsumfang, Bruttogrundfläche in Quadradmeter, Projektkosten)

Die Angaben zu den Referenzprojekten sollen auf je maximal 5 DIN-A4-Seiten in Form von Texten, Fotos, Plänen oder Skizzen dargestellt werden.

Die Summe beider Referenzen geht in die Wertung ein. Neben den Darstellungen der beiden Referenzprojekte können alle weiteren Angaben zunächst als Eigenerklärungen erfolgen. Der Auftraggeber behält sich vor, entsprechende Nachweise anzufordern.

Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von
Bewerbern:
1. Die fristgerecht erfolgte Vorlage der geforderten Nachweise, Erklärungen und der vollständig ausgefüllte Teilnahmeantrag.
2. Die Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, erfolgt auf Grundlage der zum Nachweis der Eignung gemachten Angaben, vorgelegten Erklärungen und Unterlagen mit einem Schwerpunkt bei den Referenzprojekten und den zusätzlichen
Nachweisen. Detaillierte Angaben zur Bewertung können der "Stufe_1_Bewertungskritierien_Referenzen" im Anhang zum Teilnahmeantrag entnommen werden. Eine Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, erfolgt nur, wenn mehr als fünf Bewerber die Eignungskriterien erfüllen. In diesem Fall ist die Rangfolge der erreichten Punkte für die Auswahl maßgebend.

Bewertungskriterien der Referenzen in Stufe 1 des Teilnahmewettbewerbs
Kriterium Beschreibung Punkte
1. Vergleichbarkeit mit der ausgeschriebenen Aufgabe Grad der Übereinstimmung mit Art und Umfang des Projekts (das heißt Umbau/Neugestaltung eines Museums oder einer Gedenkstätte, Einbeziehung verschiedener Funktionsbereiche, ähnliche Gebäudegröße) 0-25
2. Gestalterische Qualität des Entwurfs beziehungsweise der umgesetzten Maßnahme - nachweisbar beispielsweise durch Bildmaterial, Auszeichnungen, Veröffentlichungen oder nachvollziehbare Beschreibungen 0-25
3. Funktionale Qualität /Nutzerorientierung Nachvollziehbare Umsetzung von funktionalen Anforderungen, beispielsweise Besucher*innenführung, Barrierearmut, Service-Orientierung, Flexibilität der Nutzung für verschiedene Zwecke 0-20
4. Projektgröße /Komplexität Referenz zeigt Erfahrung mit vergleichbaren Bauvolumina, Budgets, Zeitrahmen und Abstimmungsprozessen 0-15
5. Sensibler Umgang mit dem Bestand Referenz zeigt die Erfahrung im sensiblen Umgang mit der vorhandenen (denkmalgeschützten) Bausubstanz 0-15
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen: Ja

Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung: Nachweis über die berufliche Qualifikation der projektverantwortlichen Person mit Bauvorlageberechtigung (zum Beispiel Architekt)
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen: Ja

Durchschnittliche jährliche Belegschaft
Beschreibung: Angabe über die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl in den letzten drei Jahren, differenziert nach Berufsgruppen (Architekten, Innenarchitekten, Projektleiter, Sonstige)
Mindestanforderung: 1 Architekt
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen: Ja

Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung: Bestätigung, dass beim Auftragnehmer eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 1,5 Millionen Euro für Personenschäden und mindestens 250.000 Euro für Sach- und Vermögensschäden vorliegt.
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen: Ja

Durchschnittlicher Jahresumsatz
Beschreibung: Durchschnittlicher Nettojahresumsatz des Unternehmens der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre
Folgende Mindestanforderung ist zu erfüllen: 300.000 Euro
Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen: Ja
Vorgehen zur TeilnehmerauswahlDas Verfahren wird in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt. In jeder Phase können einige Teilnehmer ausgeschlossen werden: Ja
Höchstzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 5
Mindestzahl der zur zweiten Phase des Verfahrens einzuladenden Bewerber: 3
Zuschlag auf das ErstangebotDer Auftraggeber behält sich den Zuschlag auf das Erstangebot vor: Nein
Weitere Bedingungen zur QualifizierungNachforderung von Unterlagen: Die Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.
Zusätzliche Informationen: Erklärungen, Unterlagen und Nachweise werden nachgefordert.
Vorbehaltene AuftragsvergabeDie Teilnahme ist Organisationen vorbehalten, die zur Erfüllung von Gemeinwohlaufgaben tätig werden und andere einschlägige Bestimmungen der Rechtsvorschriften erfüllen: Nein
Die Teilnahme ist geschützten Werkstätten und Wirtschaftsteilnehmern, die auf die soziale und berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen oder benachteiligten Personen abzielen, vorbehalten: Nein
NebenangeboteNebenangebote sind zulässig: Nein
Regelmäßig wiederkehrende Leistungen  
 Auftrag über regelmäßig wiederkehrende Leistungen: Nein
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Ja
Anforderungen für die Ausführung des Auftrags  
Reservierte VertragsdurchführungDie Auftragsausführung ist bestimmten Auftragnehmern vorbehalten: Nein
LeistungsbedingungenBedingungen für die Ausführung des Auftrags: Die Vergabe des Auftrages richtet sich unter anderem nach dem Gesetz über die Sicherung von Tariftreue und Mindestlohn bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen TVgG NRW) vom 21.03.2018 (TVgG). Hiernach müssen beauftragte Unternehmen sowie deren Nachunternehmerinnen beziehungsweise Nachunternehmer die nach dem TVgG festgelegten Mindestentgelte beziehungsweise Tariflöhne zahlen und Mindestarbeitsbedingungen gewähren (§ 2 TVgG). Die Stadt Köln ist als öffentliche Auftraggeberin berechtigt, Kontrollen durchzuführen, um die Einhaltung dieser Pflichten zu überprüfen. Weitere Ausführungsbedingungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
eRechnungElektronische Rechnungsstellung: Ja
AnforderungenDie Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Verfahren nach der VergabeAufträge werden elektronisch erteilt: Nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: Nein
Organisation, die Angebote entgegennimmt  
Informationen zur Einreichung  
Fristen  
 
Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge: 08.06.2026 14:00 Uhr
Sprachen der EinreichungSprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: DEU
Öffnung der Angebote  
 -ENTFÄLLT-
EinreichungsmethodeElektronische Einreichung zulässig: Ja
Adresse für die Einreichung (URL): https://vergabeplattform.stadt-koeln.de/NetServer/ParticipationControllerServlet
AuftragsunterlagenDie Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter (URL): https://vergabeplattform.stadt-koeln.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-19ce67527db-42b76f6ef8f16b43&
Verbindliche Sprachfassung der Vergabeunterlagen: DEU
Ad-hoc-Kommunikationskanal  
Organisation, die zusätzliche Informationen bereitstelltoben genannte Kontaktstelle
Überprüfung  
Fristen für NachprüfungsverfahrenInformationen über die Überprüfungsfristen: Siehe § 160 Absatz 3 GWB
- innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gegenüber der Stadt Köln nach Erkennen des Verstoßes gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren
- spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften in der Bekanntmachung
- spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind
- spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften, die in den Vergabeunterlagen erkennbar sind
- innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung der Stadt Köln, der Rüge nicht abhelfen zu wollen
Siehe § 135 Absatz 2 GWB
- 30 Kalendertage nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch die Stadt Köln über den Abschluss des Vertrages, spätestens jedoch sechs Monate nach Vertragsschluss
Im Fall der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU
Stelle für Rechtsbehelfs-/NachprüfungsverfahrenOffizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland, Spruchkörper Köln, c/o Bezirksregierung Köln
Identifikationsnummer: 05315-03002-81
Internet-Adresse (URL): https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/vergabekammer/index.html
Postanschrift: Zeughausstraße 2 - 10
Postleitzahl / Ort: 50667 Köln
NUTS-3-Code: DEA23
Land: Deutschland
E-Mail: VKRheinland@bezreg-koeln.nrw.de
Telefon: +49 221147-2120
Fax.: +49 221147-2889
Organisation, die Nachprüfungsinformationen bereitstellt  
Schlichtungsstelle  
Beschaffungsinformationen (speziell)
Vergabeverfahren  
Beschreibung der BeschaffungBeschreibung: Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) ist ein zeithistorisches Museum, eine der größten kommunalen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland und der besucherstärkste NS-Geschichtsort in Nordrhein-Westfalen (2025: 95.546 Besucher*innen).
Im Mai 2025 hat der Rat der Stadt Köln die Neukonzeption der Ausstellungs- und Publikumsflächen des NS-DOK beschlossen. Das Vorhaben wird in zwei Teilprojekten realisiert: Teilprojekt A (nicht Gegenstand dieser, sondern einer künftige Ausschreibung) umfasst die Realisierung einer neuen Dauerausstellung in der ehemaligen Kölner Gestapozentrale im Gebäudeteil Appellhofplatz 23-25. Teilprojekt B (Gegenstand dieser Ausschreibung) umfasst die Verlagerung und Neugestaltung weiterer Service- und Publikumsflächen des Museums im Gebäudeteil Appellhofplatz 21. Hierbei handelt es sich um ein im Zweiten Weltkrieg teilzerstörten früheres Wohn- und Geschäftshaus, das beim Wiederaufbau in den späten 1940ern mit der ehemaligen Gestapozentrale verbunden und dessen Fassade optisch angeglichen wurde. Das Gesamtensemble steht unter Denkmalschutz.
Das übergreifende Ziel der hier ausgeschriebenen Maßnahme ist es, den Gebäudeteil Appellhofplatz 21 vom Untergeschoss bis zur zweiten Etage mit modernen, ansprechenden Service- und Publikumsflächen auszustatten. Hierdurch sollen die Aufenthaltsqualität und das Besuchserlebnis im Museum signifikant verbessert werden. In der ehemaligen Gestapozentrale werden so zugleich Flächen für die Einrichtung der neuen Dauerausstellung verfügbar.
Im Einzelnen ist vorgesehen, den Haupteingang des Museums vom ehemaligen Eingang der Gestapozentrale zum Eingang des Gebäudeteils Appellhofplatz 21 zu verlagern. Im Erdgeschoss dieses Gebäudeteils soll ein neues, großzügig gestaltetes und klimatisiertes Foyer Platz für Kasse, Shop, Garderobenschließfächer und eine attraktive Aufenthaltsfläche schaffen. Das Foyer soll zudem für Veranstaltungen genutzt werden. Die daneben liegenden Sanitäranlagen sollen vergrößert werden.
Im hinteren Bereich des Erdgeschosses und im Untergeschoss sollen die öffentliche Bibliothek und das Archiv des NS-DOK neue Standorte erhalten. Für eine fachgerechte Lagerung der Bestände sind neben dem Einbau einer Klimaanlage weitere bauliche Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich.
Auf der ersten und zweiten Etage des Gebäudeteils Appellhofplatz 21 sollen zwei Wechselausstellungsflächen Platz finden. Die Flächen müssen entsprechend ausgestattet werden. Der in der zweiten Etage liegende Veranstaltungsraum soll technisch ertüchtigt werden. Ein neues Treppenhaus soll das Museumsfoyer mit den Wechselausstellungsflächen und dem Veranstaltungsraum einerseits und dem zur Dauerausstellung zählenden Innenhof auf Höhe des Untergeschosses andererseits verbinden. Der Zugang zu den Ausstellungen erfolgt seitlich aus dem neuen Foyer.
Für die detaillierten Zielsetzungen und genauere Beschreibungen der Anforderungen an die drei zuvor beschriebenen Funktionsbereiche, siehe die Anlage.
Die für die Maßnahme vorgesehenen Flächen wurden zuletzt um 2012 modernisiert. Sie werden derzeit (in anderer räumlicher Anordnung) als Ausstellungs-, Veranstaltungs-, Bibliotheks- und Magazinflächen genutzt.
Für den Ratsbeschluss und die vorherige Abstimmung mit dem privaten Eigentümer hat das Architekturbüro Kastner, Pichler, Schorn eine Machbarkeitsstudie angefertigt (siehe die Anlage). Bezüglich der Platzierung des neuen Treppenhauses und des Durchgangs vom Foyer zu den Ausstellungsflächen hat sich die weitere Planung an der Machbarkeitsstudie zu orientieren. Bei der weiteren Planung ist zudem die Berücksichtigung des Denkmalschutzes zwingend. Die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erfolgt durch den Auftragnehmer. Die Kostenschätzung auf Basis der Machbarkeitsstudie beziffert das finanzielle Volumen der geplanten Maßnahme mit 3.057.000 Euro brutto inklusive der Planungskosten.
Gesucht wird ein im Museumsbau, insbesondere im Umbau oder der Modernisierung von Museen erfahrener Auftragnehmer (Architekt), der die Planung der Service- und Publikumsflächen im Gebäudeteil Appellhofplatz 21 übernimmt.
Das Verfahren wird als EU-weites zweistufiges Verhandlungsverfahren durchgeführt. In Stufe 1 erfolgt die Auswahl geeigneter Bewerber anhand der Eignungskriterien. Sofern mehr als fünf geeignete Bewerber die Mindestanforderungen erfüllen, erfolgt eine Beschränkung auf die fünf bestplatzierten Bewerber gemäß den Bewertungskriterien der Referenzen zur Begrenzung der Bewerber. In Stufe 2 werden die ausgewählten Bewerber zur Abgabe eines konzeptionellen Beitrags aufgefordert. Aufgabenstellung und Umfang der auszuarbeitenden Unterlagen werden mit der Einladung für die 2. Stufe den ausgewählten Bietern mitgeteilt. Die Leistung der Entwicklung und Präsentation des konzeptionellen Beitrags wird pauschal mit 3000 Euro netto inklusive Nebenkosten und Reisekosten honoriert.
Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen. Mit dem Abschluss des Vertrags werden in einer ersten Stufe die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung) gemäß HOAI 2021 § 34 entsprechend spezifiziertem Leistungsbild vergeben. Die zweite Stufe entspricht den Leistungsphasen 4 bis 9 gemäß HOAI 2021 § 34 entsprechend spezifiziertem Leistungsbild.
Wesentliche Voraussetzung für die Vergabe der zweiten Stufe ist ein Baubeschluss durch den Rat der Stadt Köln. Eine mögliche Vergabe der zweiten Stufe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich. Aus der stufenweisen Beauftragung beziehungsweise Nichtbeauftragung der zweiten Stufe ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere beziehungsweise zusätzliche Vergütung. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen besteht nicht.
Der Honorarvertragsentwurf mit detailliertem Leistungsbild ist dieser Auftragsbekanntmachung beigefügt (siehe die Anlage).
Alle weiteren Anlagen sind zu beachten.
Umfang der AuftragsvergabeDiese Auftragsvergabe ist besonders auch geeignet für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Nein
Art der AuftragsvergabeArt der strategischen Beschaffung:
Erfüllungsort  
Geschätzte Laufzeit
Datum des Beginns: 01.07.2026 Enddatum der Laufzeit: 01.01.2029
Verlängerungen und Optionen  
Übereinkommen über das öffentliche BeschaffungswesenDie Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: Ja
Verwendung von EU-MittelnDie Auftragsvergabe wird zumindest teilweise aus Mitteln der Europäischen Union finanziert: Nein
Zusätzliche InformationenZusätzliche Informationen: Den veröffentlichten Dokumenten ist das Dokument "Eigenerklärung_RUS-Sanktionen_Art_5k" zu entnehmen. Diese Eigenerklärung ist zwingend sowie vollständig ausgefüllt und unterschrieben mit dem Teilnahmeantrag oder dem Angebot einzureichen. Rechtzeitig gestellte Fragen werden nach § 20 Absatz 3 Nummer 1 VgV bis sechs Tage vor Ablauf der Angebotsfrist beantwortet.
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots  
ZuschlagskriterienQualitätskriterium
1. Funktionalität und Angemessenheit, Beschreibung: Erfüllung der Anforderungen, Stringenz der Positionierung zentraler Elemente, der Besucherführung, Barrierearmut, Flexibilität, Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz

A. Funktionale Gesamtorganisation (maximal 7 Punkte) Nachweis Punkte

Organisation unklar oder widersprüchlich 0

Grundstruktur erkennbar, jedoch mit funktionalen Brüchen 2

Schlüssige, weitgehend stringente Organisation 4

Sehr klare, in sich konsistente und räumlich wie funktional überzeugende Gesamtstruktur 7

B. Besucher*innenführung und Orientierung (maximal 6 Punkte)
Nachweis Punkte

Wegeführung nicht nachvollziehbar 0

Grundsätzlich funktionierend, jedoch mit Schwächen 2

Klar strukturierte, gut verständliche Besucherführung 4

Vorbildliche, intuitive und logisch überzeugende Besucherführung 6

C. Barrierearmut und
Nutzungsflexibilität (maximal 6 Punkte)
Nachweis Punkte

Nicht oder unzureichend berücksichtigt 0

Teilweise berücksichtigt 2

Gut integrierte Lösungen 4

Vorbildlich und konzeptionell überzeugend integriert 6

D. Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz (maximal 6 Punkte)
Nachweis Punkte

Problematischer oder unangemessener Umgang 0

Teilweise nachvollziehbar 2

Angemessene und schlüssige Lösung 4

Besonders sensibler, qualitätssteigernder und überzeugender Umgang 6

Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C + D (maximal 25), Gewichtung: 25,00
2. Gestalterische Qualität, Beschreibung: Ausdruck, Material- und Lichtkonzept, Atmosphäre, Angemessenheit für den Charakter des Ortes

A. Architektonischer Ausdruck und
Haltung (maximal 7 Punkte)
Nachweis Punkte

Kein klarer gestalterischer Ausdruck 0

Ansatzweise stimmig 2

Eigenständige und angemessene architektonische Haltung 4

Prägnanter, ortsangemessener und überzeugender Ausdruck 7

B. Materialkonzept inkl. Möblierung (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte

Nicht schlüssig entwickelt 0

Teilweise überzeugend 2

Stimmig und durchgearbeitet 4

Präzise abgestimmt und atmosphärisch wirksam 6

C. Licht und Raumatmosphäre (maximal 6 Punkte)Nachweis Punkte

Atmosphärisch nicht entwickelt 0

Ansätze erkennbar 2

Gute räumliche und atmosphärische Qualität 4

Sehr hohe atmosphärische und räumliche Qualität 6

D. Vertiefte Ausarbeitung Foyer (maximal 6 Punkte)
Nachweis Punkte

Nicht überzeugend 0

Grundsätzlich schlüssig 2

Gestalterisch gelungen 4

Besonders überzeugend und identitätsstiftend ausgearbeitet 6

Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C + D (maximal 25), Gewichtung: 25,00
3. Technische Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, Beschreibung: Betriebskostenbewusstsein, Einhaltung der Standards für Bibliothek/Archiv

A. Technische Machbarkeit unter Einhaltung von Standards (maximal 4 Punkte)
Nachweis Punkte

Nicht nachvollziehbar oder nicht ausreichend nachgewiesen 0

Grundsätzlich plausibel und nachgewiesenermaßen berücksichtigt 1

Gut integriert und klar nachgewiesen 2

Sehr schlüssig und überzeugend gelöst und klar nachgewiesen 4

B. Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (maximal 3 Punkte)
Nachweis Punkte

Kaum berücksichtigt 0

Teilweise berücksichtigt 1

Schlüssig integriert 2

Ganzheitlich und überzeugend umgesetzt 3

C. Wirtschaftlichkeit/Betriebskostenbewusstsein (maximal 3 Punkte)
Nachweis Punkte

Nicht ausreichend nachgewiesen 0

Grundsätzlich nachgewiesen und berücksichtigt 1

Schlüssig nachgewiesen und integriert 2

Klar nachgewiesen und überzeugend integriert 3

Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C (maximal 10), Gewichtung: 10,00
4. Darstellung und Präsentation, Beschreibung: Klarheit der Unterlagen, Verständlichkeit und Überzeugungskraft der Präsentation.

A. Klarheit und Vollständigkeit der Unterlagen (maximal 4 Punkte)
Nachweis Punkte

Unübersichtlich und unvollständig 0

Verständlich und weitgehend vollständig 1

Gut strukturiert und vollständig 2

Sehr klar und überzeugend aufgebaut und vollständig 4

B. Nachvollziehbarkeit des Konzepts und der Präsentation (maximal 3 Punkte)
Nachweis Punkte

Schwer verständlich 0

Grundsätzlich erkennbar 1

Gut vermittelt 2

Präzise und überzeugend dargestellt 3

C. Qualität der Visualisierung (maximal 3 Punkte)
Nachweis Punkte

Unklar oder schwer verständlich, wesentliche Aussagen nicht erkennbar 0

Grundsätzlich nachvollziehbar, aber teils unpräzise/wenig anschaulich 1

Anschaulich, klar und überwiegend überzeugend dargestellt 2

Sehr anschaulich, präzise und überzeugend 3

Gesamtpunktzahl: Summe der
Punkte aus A + B + C (maximal 10), Gewichtung: 10,00

Preis, Beschreibung: Bewertet wird der angebotene Gesamtpreis für die ausgeschriebenen Leistungen.

0-30 Das preislich günstigste Angebot erhält die maximale Punktzahl von 30 Punkten; die übrigen Angebote werden auf dem Wege der linearen Interpolation nach folgender Formel bewertet: Punkte = Maximalpunktzahl × (Höchstpreis -Angebotspreis) /(Höchstpreis - Niedrigstpreis)., Gewichtung: 30,00
Informationen über die Anwendbarkeit von EEDEED anwendbar: Nein
Elektronischer KatalogElektronischer Katalog: Nein
Informationen zur Richtlinie über saubere FahrzeugeDie Auftragsvergabe fällt in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2009/33/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (Richtlinie zur Förderung sauberer Fahrzeuge - CVD): Nein